Die Kurzbewerbung besteht aus einem Anschreiben und einem Lebenslauf. Im Gegensatz zu einer ausführlichen Bewerbung enthält die Kurzbewerbung keine weiteren Zeugnisse oder ähnliche Dokumente. Mehr als drei Seiten werden dafür in der Regel nicht verwendet. Auch auf eine Bewerbungsmappe wird hier meist verzichtet. Kurzbewerbungen werden oft per E-Mail verschickt. Einzelne Unternehmen beginnen bereits damit, spezielle standardisierte Fragebögen für Kurzbewerbungen bereitzustellen.

Die Kurzbewerbung ist keinesfalls ein Ersatz für die ausführliche Bewerbung. Die Kurzbewerbung kann aber auch als Initiativbewerbung genutzt werden und so als erster Kontakt zu einem Unternehmen dienen, um herauszufinden, ob ein allgemeiner Bedarf an Arbeitskräften besteht und um die Neugier des Personalverantwortlichen zu wecken. Sie vermittelt dem Arbeitgeber einen ersten Eindruck über das Qualifikationsprofil des Bewerbers. Ist das Unternehmen interessiert, wird in der Regel eine vollständige Bewerbung verlangt oder es findet ein persönliches Gespräch statt, zu dem spätestens die vollständigen Unterlagen eingereicht werden. Obwohl eine Kurzbewerbung oft nicht auf die Anforderungen einer bestimmten Stelle eingeht, wird erwartet, dass zumindest eine Verbindung zwischen dem Bewerberprofil und dem Profil des Unternehmens hergestellt wird.

Kurzbewerbungen werden auch oft auf Job- oder Ausbildungsmessen verwendet, wenn du nach einem ersten Vorstellungsgespräch „etwas hinterlassen“ willst. In einigen Branchen gibt es einen Trend, die Kurzbewerbung als eigenes Format zu gestalten, d. h. ein eigenes Faltblatt zu erstellen. Hier werden die grundlegenden Informationen in einer klaren und ansprechenden Form präsentiert. Solche Formate, die manchmal auch als Kreativbewerbungen bezeichnet werden, sind jedoch nicht überall willkommen und sollten mit Vorsicht verwendet werden.

Natürlich gibst du in der Kurzbewerbung immer an, dass du die vollständigen Unterlagen auf Anfrage gerne nachreichen kannst.

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